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Phönix bezwingt den Spitzenreiter

Singende, tanzende und hüpfende Verliererinnen in Partystimmung. Daneben klatschen sich fröhliche Gewinnerinnen ab. Diese Seltenheit im Sport gab es am Samstagabend für die Schwerter Volleyballfans in der Halle Nord-West zu sehen.



Motiviert gegen den Spitzenreiter: Trainer Ralf Tinnefeld mit seine Schützlingen.

Kurz zuvor ertönte im letzten Saisonspiel die Schlusssirene zum 3:2 (25:22, 25:23, 18:25, 23:25, 15:,9)-Sieg der Damen des VV Phönix Schwerte über den Spitzenreiter und bereits vor der Partie feststehenden Aufsteiger RC Sorpesee. Vorab allerdings erlebte Coach Ralf Tinnefeld ein wahres Wechselbad der Gefühle.

Gegen den Spitzenreiter erwischten die Schwerterinnen einen starken Start und dominierten die ersten beiden Sätze (25:21 und 25:23). Von Anfang an hechteten sie jedem Ball hinterher. Obwohl die Sauerländerinnen dem Gastgeber punktemäßig immer dicht auf den Fersen blieben, ließen sich die Tinnefeld-Schützlinge nicht beirren. In der Anfangsphase des zweiten Satzes hatte der Tabellenführer dann einen totalen Blackout. Nichts lief zusammen, Punkte wurden zumeist über Aufgaben markiert. So enteilten die konsequent agierenden Schwerterinnen und bauten ihren Vorsprung auf eine 20:10-Führung aus.

Alles sah also nach einem souveränen zweiten Satzgewinn aus. Doch dann zeigten die Gäste, warum sie als Spitzenreiter angereist waren: Angetrieben von ihrem lautstarken Anhang holten sie Punkt um Punkt auf, so dass es am Ende für den VVP nur zu einem mühsamen und 25:23-Satzgewinn kam.

Diese Aufholjagd gab den Gästen eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein für die zwei folgenden Sätze (25:18 und 25:23), die zum 2:2-Ausgleich führten. Im dritten Satz, der für Schwerte bereits zum Matchball hätte werden können, häuften sich zu viele Fehler auf Seiten der Ruhrstädterinnen. Mal behinderten sie sich gegenseitig, ein anderes Mal landete ein Aufschlag im Netz. Nachdem sie auch der nachfolgende Satz verloren hatten, ging es in den alles entscheidenden fünften Satz.

Die Gäste spielten jetzt nicht mehr mit der letzten Konsequenz. Die kämpfenden Schwerterinnen dagegen führten früh mit 8:1. Am Ende zeigte die Anzeige einen Punktestand von 15:9 für die Damen des VV Phönix Schwerte an und in der Halle gab es ausschließlich fröhliche und zufriedene Gesichter zu sehen. Während die Gäste gelassen ihren Aufstieg unter „Nie mehr Oberliga“-Gesängen feierten, freute sich das Tinnefeld-Team über einen gelungenen Saisonabschluss und mit Platz fünf über die beste Platzierung in der Oberliga.

Quelle: WR Schwerte von Niklas Middendorf

Phönix schlägt den Tabellenführer mit Blitzstart

Der VV Phönix Schwerte schlägt im letzten Saisonspiel den Tabellenführer mit 3:2 nach Sätzen – es war ein gelungener Saisonabschluss für die Spielerinnen von Trainer Ralf Tinnefeld.

Da auch die Konkurrenz gewann, reichte der Sieg zwar nicht mehr für Platz drei, der guten Stimmung im Schwerter Lager tat dies aber keinen Abbruch. Nach zwei Stunden und zwölf Minuten war der Sieg schließlich unter Dach und Fach. „Es war ein würdiger und verdienter Saisonabschluss“, meinte Tinnefeld nach Spielschluss.

„Action vom ersten Moment“, so Tinnefeld, bot die Partie gegen den Spitzenreiter. Mehr als zwei Punkte betrug der Vorsprung im ersten Satz, der an den VVP ging, nie. Anders lief es im zweiten Satz: Mit 13:6 konnte sich Phönix erstmals ein kleines Polster herausspielen, das von 20:10 nochmal auf 24:23 herunter schmilzte, jedoch ein positives Ende für die Schwerterinnen fand.

Im dritten Satz brachte Sorpesee die Aufschläge dann deutlicher durch, weil Tinnefeld wechseln musste, was dem Spiel einen kleinen Dämpfer versetzte. Nach einem 7:17-Rückstand in Satz vier kam Schwerte zwar noch einmal auf 19:21 heran und erkämpfte sogar das 23:23. Sorpesee fuhr den Satz dennoch nach Hause – im Tiebreak musste die Entscheidung fallen. In diesem legte Schwerte einen Blitzstart hin. Über 8:1 gewann der VVP den alles entscheidenden Satz.

Das Team: Corinna Itzenga, Anika Klotz, Caroline Knop, Nadine Kowallik, Miriam Lutz, Miriam Meyer, Eva Pollmann, Tanja Schulte, Tanja Szyrach, Mareike Kowitz.

Quelle: RN Schwerte von Sebastian Reith